Marie Curie Oberschule Berlin/DE
Die Marie Curie Oberschule, ein allgemeinbildendes Gymnasium mit ca. 800 SchülerInnen und 70 LehrerInnen, stellt sich als Pilotschule für Schulprogrammentwicklung und Evaluation der Herausforderung veränderter Anforderungen der Gesellschaft. Die Marie-Curie-Oberschule ist von der gemeinsamen Überzeugung getragen, dass Schule auf die neuen Anforderungen mit veränderten Lernformen zu reagieren hat. Das bedeutet, dass ein Schwerpunkt der schulischen Arbeit in die Weiterentwicklung von Unterrichtsmethoden gelegt wird, die die Schülerinnen und Schüler zu eigenverantwortlichem und selbstbestimmtem Lernen befähigen. So gehören neben Kommunikations-, Kooperations- und Sozialkompetenz auch die Förderung der Medienkompetenz zu den wichtigsten pädagogischen Zielsetzungen.
Die Marie-Curie-Oberschule fördert eigenverantwortliches Arbeiten, indem „Lernkompetenztraining“ in verschiedenen Unterrichtsszenarien umgesetzt wird. Dieses Lernkompetenztraining wird mit vielfältige Arbeitstechniken angereichert, das die Schüler/innen in die Lage versetzt, individualisierte Lernroutinen zu entwickeln, die im Fachunterricht des Jahrgangs gemäß internen Verabredungen begleitend geübt und gefestigt werden. Darauf aufbauend werden diese Fähigkeiten genutzt, um innerhalb der Klasse das Arbeiten an Projekten zu erproben, die die SchülerInnen unter Anleitung bearbeiten sollen. Das Thema ist dabei frei wählbar, z.B. Medien, Sucht etc. Insbesondere medial gestützte Themen erfreuen sich dabei grosser Beliebtheit.
Bereits in der 8. Klasse werden Techniken aus der Teamarbeit und dem Verfassen von Referaten genutzt, um in einem Medienpraktikum ein abgesprochenes Thema in Gruppen mittels Internetrecherche und funktionalen Präsentationsformen zu erarbeiten und präsentieren.
Ab der 9. Klasse bietet die Marie-Curie-Oberschule in einem Wahlpflichtbereich fächerverbindende Lernbereiche an, die zunehmend produkt- und projektorientiert aufgebaut werden. Vor allem die Naturwissenschaften werden hier durch experimentelle Lernszenarien wieder für die Mädchen interessant
Der Gender Aspekt wird einmal im Jahr explizit hervorgehoben. Am girl’s day, der hier inzwischen auch von einem boy’s day flankiert wird, werden stereotyische Berufsfindungsprozesse gemeinsam reflektiert. An diesem Tag kümmern sich die heranwachenden Jugendlichen umfassend um die jeweils „andere“ (gegengeschlechtliche) Berufswelt und suchen sich Praktikumsplätze. Ihre Erfahrungen werden im Unterricht von den KlassenlehrerInnen aufgenommen und analysiert. Indem z.B. ehemalige Schülerinnen in sog. typischen Männerstudiengängen von ihren Erfahrungen berichten und für Fragen zur Verfügung stehen, werden beispielsweise typische „Männerberufe“ dekonstruiert.
Leitung (MCO): StD'in Angelika Weiß
Am Projekt beteiligte LehrerInnen und Lerngruppen in Berlin (MCO)in Teilen in Kooperation mit BRG Purkersdorf/AT:
- Atomkraft? Nein danke?, Physik und Geschichte,10. Klasse, StR'in Christa Lenoir und StD'in Angela Huestegge
- Exponentialfunktion in der Anwendung, Mathematik, 10.Klasse, StDin Monika Belmega in Kooperation mit Purkersdorf
- Mathe-Lernpfade Profilkurs, Mathematik 11. Klasse, StR Peter Schnitzer mit einem Projekt im
- Mauerfall, Geschichte, 8. Klasse, StDin Cathrin Krenz
- Fotosynthese,Biologie, 9. Klasse, StR'in Astrid Gärtner mit einem Projekt in Kooperation mit Purkersdorf</span>
Best Case Szenarien im Frühjahr 2010
- Mathe-Bio-Chemie Projekt, Mathematik, 12.Jahrgang, StR Peter Schnitzer in Kooperation mit Purkersdorf
- GroßstadtwahrnehmungDeutsch, 9. Klasse, StRin Cathrin Krenz in Kooperation mit Purkersdorf
Die MCO und Fe|male
Der Einstieg in das Projekt eröffnet in unserer Schule neue Möglichkeiten, Lernszenarien zu testen - zum Teil auch erstmals gründlich kennenzulernen und einzusetzen. Die Arbeit in der Schule wird damit hinsichtlich der durch Leitbild und Schulprogramm gesetzten Ziele sehr positiv vorangetrieben, da fächerverbindende Arbeiten im Team gefördert werden, Medienkompetenz kritisch geschult wird und Eigenständigkeit individuell verstärkt werden kann. Der Start ist verheißungsvoll und mit großer Breitenwirkung in die Schule hinein erfolgt.
