BG BRG Rahlgasse/AT
Inhaltsverzeichnis |
Projektleiter am BRG Rahlgasse
unterrichtet Bildnerische Erziehung
Beteiligte SchülerInnen
Unsere Schule
BG BRG RahlgasseWir sind eine mittelgroße Schule mit insgesamt 30 Klassen und ungefähr 82 LehrerInnen. Wir führen ein Gymnasium und ein Realgymnasium. Die ersten zwei Jahre sind für beide Schultypen gleich. In der dritten Klasse gibt es die Wahl zwischen Gymnasium und Realgymnasium. Im Gymnasium kann man entweder in der 3.Klasse Latein wählen oder Französisch. Wer Französisch gewählt hat, muss in der 5.Klasse Latein wählen. Wer Latein gewählt hat, hat in der 5.Klasse die Wahl zwischen Französisch und Italienisch. Im Realgymnasium gibt es in der 3. und 4.Klasse mehr Mathematik und Geometrisch Zeichnen, in der Oberstufe (7. und 8.Klasse) einen Schwerpunkt in Biologie und Physik. An unserer Schule gibt es aber auch seit nunmehr über zehn Jahren in der 3. und 4. Klasse Realgymnasium das schulautonome Schwerpunktfach „Lernwerkstatt“, das im Teamteaching unterrichtet wird und fächerübergreifend Gebiete aus Mathematik, Physik, Biologie, Chemie und Werken verbindet. Dadurch ergibt sich ein naturwissenschaftlicher Schwerpunkt mit einem ganzheitlichen und handlungsorientierten Zugang. Das Fach soll einen ersten individuellen Zugang zu naturwissenschaftlichen Arbeitsweisen und Denkweisen bieten.
Ab der 6.Klasse werden bei uns die Wahlpflichtfächer semesterweise geführt. Wir bieten in jedem Fach eine Reihe von Kursen zur Wahl, mit lernzielorientierten Curricula.
Traditionen
Traditionen, die unsere Schule seit ihrem Bestehen geprägt haben und weiterhin prägen, sind:
Die „Rahlgasse" war das älteste Mädchengymnasium Österreichs (gegründet 1892). Seit 1978/79 besuchen auch Buben unsere Schule. Bewusste Koedukation ist in den letzten Jahren zu einem Schwerpunkt unserer Arbeit geworden. Für diesen Genderschwerpunkt ist die "Rahlgasse" weit über Österreich hinaus bekannt.
Eine kontinuierliche Bemühung besteht darin, faschistoiden, rechts-extremen und rassistischen Ideologien und Haltungen entgegenzuwirken, was einerseits in der Aufarbeitung der Vergangenheit und andererseits in gezielter Aufklärungsarbeit und in Aktivitäten im Bereich des interkulturellen Lernens seinen Ausdruck findet. Bezeichnend dafür ist die Tatsache, dass relativ viele SchülerInnen mit nichtdeutscher Muttersprache die „Rahlgasse" besuchen und damit eine Vielfalt im multikulturellen Sinn entsteht. Wir verstehen uns auch ganz bewusst als internationale Schule.
Schon seit mehr als 10 Jahren pflegen wir Kontakte und SchülerInnenaustausch mit unseren Partnerschulen in: Schweden (Stockholm und Uppsala), Deutschland (Hamburg), Tschechien (Brünn), Rumänien (Cluj)
Ein weiterer roter Faden in unserer Erziehungs- und Unterrichtsarbeit ist das Bemühen um einen sozialintegrativen Stil. Schon bevor es diesbezügliche gesetzliche Regelungen gab, wurde Schulpartnerschaft an unserer Schule gepflegt.
Die Aufgeschlossenheit gegenüber gesellschaftlichen Veränderungen und pädagogischen Erkenntnissen hat dazu geführt, dass sich die „Rahlgasse" über die Jahrzehnte hinweg um neue Wege und Verbesserungen in der Unterrichtsarbeit und im schulischen Leben bemüht und eine lange Tradition als Reformschule hat.
Die drei „Säulen“ unserer Schule sind Sozialkompetenz, Gender und Umwelt. In diesen Bereichen fand auch der Schwerpunkt unserer Schulentwicklung in den letzten 10 Jahren statt, und für jeden Bereich gibt es fix verankerte Fächer, Angebote, Schulschwerpunkte.
Die Schulschwerpunkte haben wir inzwischen mit Erfahrungen von europäischen Schulen mit gleicher Schwerpunktsetzung vertieft und bereichert. In Comenius-Projekten (EU-Projekte) sind wir in kontinuierlichem Austausch mit Schulen in ganz Europa.
Für unseren Umweltschwerpunkt haben wir bereits mehrere bedeutende Auszeichnungen erhalten, darunter den Umweltpreis der Stadt Wien. Unsere Schule war die erste Höhere Schule in Europa, die 2000 mit dem EMAS (Eco-Management-Audit-Scheme) – Zertifikat ausgezeichnet wurde.
Seit vielen Jahren arbeiten wir an der Entwicklung offener Lernformen – Betonung der SchülerInnenmitbestimmung im Projektunterricht, individualisiertes Lernen mit dem Ziel, unterschiedliche Begabungen zu fördern und selbstständiges Arbeiten und Forschen zu ermöglichen.
Sehr wichtig ist uns aber auch der kreative Aspekt in der Schule. Wir legen im Werkunterricht großen Wert auf die künstlerische Komponente, Theater gehört häufig zum Schulalltag, Musik ist ebenso wichtig – jedes Jahr gibt es ein bis zwei Schulkonzerte.
Im Umgang mit Disziplinverstößen beschreiten wir auch neue Wege. Als Modell hat sich ein „Disziplinarkomitée" aus Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen konstituiert, das sich mit Fragen der Gewalt und schweren Verstößen gegen die Schulordnung auseinandersetzt. Das Gremium dient als Schlichtungsstelle, die zur Lösung eines aktuellen Konflikts zwischen den jeweils Beteiligten beitragen soll. Es erarbeitet mit den Beteiligten, wenn möglich, Wiedergutmachungsvorschläge. Es kann der Klassenkonferenz, aber auch der Schulkonferenz, Maßnahmen vorschlagen. Die Schulkonferenz muss in einem solchen Fall zwar zusammentreten, das Verfahren ist jedoch erheblich verkürzt.
Die Kooperation mit den SchulpartnerInnen ist der Schule seit Jahrzehnten ein großes Anliegen.Durch unsere zentrale, innerstädtische Lage profitieren wir zwar sehr von den hervorragenden öffentlichen Verkehrsverbindungen, andererseits ist dadurch aber ein vermindertes Platzangebot gegeben, das unsere Schule durch verschiedene Aktivitäten auszugleichen versucht. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Aktivitäten wäre auch die Umwidmung der Rahlgasse in eine Fußgängerzone - es gibt sehr intensive Bemühungen in diese Richtung seitens der Schulpartnerschaft, leider ist uns noch immer der entscheidende Durchbruch für eine Umsetzung nicht gelungen.
Fe-male und BRG Rahlgasse
Durch den Schulwechsel von Mag. Karl M. Pichler vom BRG Krems, Ringstraße, in die Rahlgasse hat sich die Anbindung an das Projekt automatisch ergeben. Mit der Möglichkeit den Medienunterricht im Rahmen von Bildnerischer Erziehung fortzusetzen und der Chance an einem klassenübergreifenden Projekt im Rahmen eines Menschenrechtefilmfestivals ("this human world") teilzunehmen, konnte ein Transferprojekt zum Thema "Menschenrechte" in kürzester Zeit implementiert werden. Am Transferprojekt nehmen SchülerInnen der Klassen 5a und 5c teil.
